BusinessCase Hundeunternehmen

Du hast einen Hundeberuf und möchtest dein Unternehmen rocken? Lass fallen, was auch immer du gerade tust, lies diesen Blog, geh dann wieder an die Arbeit und lass es krachen.

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ÄNDERUNG. Wir haben beschlossen, die Blogbeiträge ab sofort monatlich einzustellen. Viel Freude beim Lesen!


Du hast einen Hundeberuf und möchtest dein Unternehmen rocken? Lass fallen, was auch immer du gerade tust, lies diesen Blog, geh dann wieder an die Arbeit und lass es krachen. Rechts findest du alle Beiträge, die Beitragskategorien und die Suchfunktion.

Warum eine Welt voller Blogs noch ein weiteres braucht

Es gibt Dinge in meiner persönlichen Welt, die stören mich.

1. Zum Beispiel find ich es schade, wenn nette Menschen ihren Hund nicht wirklich nett behandeln, weil sie glauben, das wäre der einzige Weg zu einem verlässlichen Alltagsbegleiter. Seit Jahren begleite ich Menschen mit Hunden in einen harmonischen Alltag – ohne Gewalt, ohne Zwang, dafür mit schnellen und nachhaltigen Ergebnissen. Menschen, die ihre hündisch bedingte Verzweiflung durch modernes Training in einen harmonischen Alltag verwandeln konnten, reden darüber – im echten Leben und im Internet. Sie haben verstanden, dass modernes Hundetraining ganz sicher nicht laissez-faire ist, sondern richtig gemacht die höchste Stufe an Kooperation und Verlässlichkeit erzeugt. Wer das durch eigene Erfahrung gelernt hat, hat es nicht mehr notwendig, seinen Hund „nicht ganz so nett“ zu behandeln, und ist zeitlebens wandelnde Litfasssäule für modernes Hundetraining. Diesen Wandel für Menschen erleb-bar, spürbar und umsetzbar zu machen, ist meine Berufung als Hundetrainerin. Und diese Selbsterfahrung für möglichst viele Menschen, am besten überall am Planeten erreichbar zu machen, das ist meine Berufung als Unternehmerin.

„Es braucht nur eine einzige Person, um die Welt zu verändern. Dich.“

Es ist meine größte Motivation als Trainerin, wenn ich für ein Tier einen Unterschied gemacht habe: Zum Beispiel konnten wir ein Verhaltensproblem weg trainieren und einem Hund bleibt die Abgabe in den Tierschutz erspart. Es war in den letzten Jahren jedes einzelne Mal ein Geschenk für den Hund, die Familie und mich, wenn wenn ethisches, effizientes und nachhaltiges Training eine ganz persönliche kleine Welt rettet. Während mein Hundetrainer-ich einen solchen Anlass innerlich feiert, fragt sich mein Unternehmer-ich: Wenn ich für diesen einen Hund und seine Familie einen Unterschied machen konnte – wie kann ich mit dieser Lösungsstrategie für ein Trainingsproblem auf einer höheren Ebene für noch mehr Tiere und Menschen nützlich sein? Dazu in einem späteren Beitrag.

2. Hier ist noch eine Sache, die mich in meiner Hundetrainerinnen-Welt wurmt: Da gibt es Kolleginnen und Kollegen, die es echt total drauf haben. Sie lösen jeden Verhaltensfall in der Hälfte der Durchschnittszeit in Wohlgefallen auf und produzieren an einem Arbeitstag sechs fröhliche Hunde mit dazugehörigen glücklichen Menschen im Einzeltraining und dann noch mal so viele in zwei Abendkursen. Das sind wahre Superhelden für mich, aber kein Mensch kennt die.
Daneben gibt es die Promi-Trainer, die mit ihrer eigenen Fernsehsendung wöchentlich in unseren Wohnzimmern vorbeischauen. Über die trainerische Qualität kann man streiten, etwa ob es notwenig ist, dass jeder dritte Hund per Wasserpistole (edit: eigentlich sind es regelrechte Wassersturmgewehre um 30 EUR) über sein Fehlverhalten aufgeklärt wird, was mit einem gewaltfreien Ansatz hoffentlich gleich schnell, aber ganz sicher nachhaltiger ebenso erreicht hätte werden können (Kostenpunkt: Leckerli um insgesamt 2 EUR). Nicht diskutieren lässt über die inhaltliche Richtigkeit des dort verbreiteten „Wissens“. Denn es gibt heutzutage keinen einzigen ernstzunehmenden Wissenschafter, der behauptet, Hunde oder Wölfe würden in „Alpha-Hierarchien“ leben oder Hunde könnten mit Menschen Rudel formen. Für ein Rudel braucht es eine Fortpflanzungsgemeinschaft, ich habe noch keinen Kunden gehabt, der eine solche mit seinem Hund anstrebt, und damit ist selbst dem leidenschaftlichsten Fernsehtrainer-Anhänger recht schnell klar, dass Rudeltheorien auf seinen eigenen Haushalt wohl eher keine Anwendung finden. Für viele Behauptungen über Rudel, Dominanz, Alpha und Co. fehlt jede wissenschaftliche Grundlage und trotzdem bekommen wir Statements dazu in solchen Tiersendungen laufend vorgebetet. Sätze werden auch nicht richtiger, wenn man sie öfter wiederholt. Was am schwersten wiegt ist der Fakt, dass immer wieder Hilfsmittel und Techniken im Fernsehen gezeigt werden, die im Ausstrahlungsland ganz klar den Tatbestand der Tierquälerei erfüllen und deren Nachahmung den Zusehern per Gesetz verboten ist. Somit ist es auch wenig sinnvoll, die jede Woche neu vorzuzeigen, damit der Eindruck entsteht, ein solcher Umgang mit Haustieren wäre „normal“ oder sogar der einzige Lösungsweg. Solchen Vorgehensweisen wird eine internationale wöchentliche Bühne geboten, während die echten trainerischen Superstars ein Schuhkartondasein fristen, nur weil ihre Sprüche nicht so cool und ihr Trainingsstil nicht so actionreich (sprich: stressärmer für die Tiere) ist.

3. Mich stört der Umgang vieler gewaltfreier Trainer mit dieser Situation. Sie schimpfen offen oder hinter vorgehaltener Hand die Fernsehstars als den qualitativen Sondermüll der Trainerszene. Jammern und lästern hat noch nie die Welt verändert. Stattdessen sollte jeder von uns sich fragen:

Wenn wir modernen Trainer uns sicher sind, dass unsere Methoden kurzfristig und langfristig dem traditionellen Training haushoch überlegen sind – was genau müssen wir tun, damit unsere Unternehmen voll einschlagen? Was müssen wir tun, damit modernes Training endlich die Bühne bekommt, die es verdient?

Deswegen braucht die Welt diesen Blog. Du hast einen Hundeberuf und es fachlich schon voll drauf? Dieser Blog begleitet Dich in Deine Unternehmeridentität.

  • Er soll Einsteigern mit hohem Hunde-Bildungsniveau helfen, sich am Markt gegen die Quacksalber-Konkurrenz vor der eigenen Haustüre durchzusetzen.
  • Er soll etablierten Unternehmern helfen, neue Impulse für ihre Firma zu bekommen.
  • Er soll den Ideenaustausch und die Kooperationsmöglichkeiten unter Hundeberuflern fördern.
  • Er soll die Work-Life-Balance in unserem Job diskutieren, denn um unseren Beruf lange hervorragend machen zu können, müssen wir uns den Spaß daran erhalten können.
  • Und er soll in jedem einzelnen Leser die Freude über unsere gemeinsame Mission anfeuern: wissenschaftsbasierter, gewaltfreier Umgang mit Hunden zugänglich für jedertier und jedermann.

Heute starten wir mal mit einem klitzekleinen Bisschen Welt-verändern, erst in Deinem Kopf mit der ThinkBox und dann außerhalb Deines Kopfes mit der ActionBox. Herzlich willkommen bei Business Case Hundeunternehmen. Lass fallen, was auch immer du gerade tust, lies diesen Blog, geh dann wieder an die Arbeit und lass es krachen.